Was sind Erder

Was sind Erder

Als Erder können metallisch leitfähige Teile benannt werden, die entweder direkt ins Erdreich oder in Beton eingebettet sind. Diese Erder können unterschiedliche Formen annehmen. Wie z.B. Banderder oder Staberder. Um, ganz allgemein ausgedrückt, eine gefahrlose Einleitung eines Fehler oder Blitzstromes in das Erdreich zu gewährleisten. Hierbei sollte ein möglichst niedriger Erdausbreitungswiderstand angestrebt werden.

Die gefahrlose Einleitung eines Stromes in das Erdreich ist dann gegeben, wenn eine Gefährdung von Mensch und Tier durch Schrittspannungen in der Nähe des Erders weitgehendste ausgeschlossen werden kann. Die Schrittspannung kann sehr stark durch die Einbautiefe eines Erders, ins Erdreich beeinflusst werden. Unter Erdausbreitungswiderstand versteht man im Wesentlichen den ohmschen Widerstand des Erdreiches in der Nähe des betreffenden Erders. Der Erdausbreitungswiderstand oder kurz Erdungswiderstand ist im eigentlich von 2 Faktoren abhängig. Diese sind:

  1. Spezifischer Erdwiderstand (Art des Bodens, Feuchtigkeit usw.)
  2. Abmessung und Form des Erders

Der spezifische Erdwiderstand p (Rho) ist der ohmsche Widerstand eines Quaders mit den Abmessungen 1m x1m x1m und wird angegeben in Ohm Meter.

Arten von Erdern

Grundsätzlich wird zwischen Oberflächenerdern und Staberdern

Tiefenerder
Tiefenerder

unterschieden. Staberder werden Senkrecht in die Erde eingebracht. Sie bieten den großen Vorteil, dass keine Erdaushub und Grabarbeiten gemacht werden müssen. Sondern dieser Tiefenerder wird einfach in das Erdreich mit einem großen Hammer reingeschlagen. Tiefenerder die länger sind als 5m werden oft in Teilstücken von 1m bis 2 m eingebracht.

Die Oberflächenerder  können als Band- oder Rundmaterial ausgeführt werden und werden in einer Tiefe von ca. 0,5m verlegt. Je nach Art der Verlegung Ergeben sich verschiedene Erderformen. Z.B. Maschenerder, Ringerderoder Strahlenförmige Erder. Eine besondere Art des Ringerders ist der Fundamenterder. Dieser kann auch in Band oder Rund Material hergestellt werden.
Eine besondere Art des ringförmig verlegten Banderders ist der Fundamenterder.

Fundamenterder

In den Technischen Anschluß-Bedingungen (TAB) der EVU’s wird bei Neubauten zur Unterstützung des Potentialausgleichs der Einbau eines

Fundamenterder
Fundamenterder

Fundamenterders nach DIN 18015 gefordert, da man es als vorteilhaft erkannt hat, den Potentialausgleich durch einen wirksamen Erder zu ergänzen.
Da Oberflächenerder vor allen Dingen in dicht besiedelten Stadt- und Wohngebieten kaum noch verlegt werden können, und metallene Wasserrohrnetze durch das Vordringen der Kunststoffrohre nicht mehr als
Erder zur Verfügung stehen, hat man im Fundamenterder  einen optimalen Ersatzerder gefunden.
Die Bedeutung des Fundamenterders wird auch dadurch unterstrichen, dass dieser Erder als eine mögliche Erdungsmaßnahme in VDE 0100 Teil das 540 erwähnt wird. Der Fundamenterder muss laut Richtlinie in das Gebäudefundament eingebettet werden.

Vorteile Fundament Erder

Der große Vorteil des Fundamenterders besteht darin, dass dieser für weitere Erdungsaufgaben, wie Potentialausgleich Antennenerdung, Fi Erder, Blitzschutz herangezogen werden kann. Viele Sicherheitskomponenten wie Fi Schalter etc. funktionieren nicht richtig ohne gute Erdung. Durch die Einbettung in Beton und bei Fachgerechter Installation ist er nicht den Aggressiven Bodenverhältnissen Ausgesetzt.

Wichtig ist auch, dass die Fachfirma die den Fundamenterder verlegt dieses auch Dokumentiert mit Skizze, Bildern und am wichtigsten mit einer Messung inkl. Prüfprotokoll. Dieses wird jetzt schon oft von den Energieversorgungsunternehmen angefordert bevor sie einen Zähler montieren. In Zukunft wird eine Inbetriebnahme einer elektrischen Anlage ohne dieses Prüfprotokolls im schwieriger. Da die EVU´s dieses zur Bedingung machen.

Werkstoff Fundament Erder

Bei der Auswahl der Werkstoffe und Abmessungen für den Fundament Erder ist ein wichtiger Aspekt die Langlebigkeit und das bedeutet Korrosionsschutz Es ist hier Feuerverzinkter Stahl zugelassen

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