Antennen Erden

Antennen Erden

Antennenanlagen auf Dächern müssen Grundsätzlich geerdet werden. Diese Maßnahme ist im Prinzip eine Blitzschutzmaßnahme. Die Antennen und die Dazugehörenden Masten werden oft auf exponierten Stellen auf den Dächern Angebracht. antennerdungDeshalb können diese als Blitz Fangeinrichtungen angesehen werden. Um Unfälle mit Personen oder Sachschäden zu verhindern müssen Antennenanlagen nach DIN 0855 Teil 1 geerdet werden.

Auf eine Erdung kann bei Antennen an Wänden, sowie Antennen unterm Dach  verzichtet werden. An der Wand muss sie Antenne mindestens 2m unter dem Dach platziert sein und dürfen maximal 1,5m von der Wand abstehen. Hier ist aber die Erdung des Koaxialkabels sehr zu empfehlen. Der Querschnitt sollte hier mindestens 4mm² Kupfer betragen.

erdung-sat-anlageBei Parabolspiegeln wie z.B. den Kathrein CAS80 ist die Erdung so sicherzustellen dass bei Demontage einzelner Komponenten, die Erdung bestehen bleibt.

Auf Dächern die mit leicht entzündlichen Materialien gedeckt sind, wie z.B. Reet, Stroh oder ähnlichem. Dürfen Antennenanlagen nicht errichtet werden!

Ableitung von Blitzströmen

Für alle anderen Antennen ist die Ableitung von möglichen
Blitzströmen dringend vorgeschrieben. Hierzu ist zu achten dass eine leitende Verbindung zur Erde, mit ausreichend Querschnitt herzustellen ist. Die Erdungsleitungen müssen  aus einem Einzelmassivdraht bestehen.

Folgende Mindestquerschnitte sind gefordert

  • 16mm² Kupfer blank oder isoliert
  • 25mm² Aluminium (NAYY)
  • 50mm² Eisen verzinkt

Nicht geeignet sind:

  • Aussenleiter von Antennenkabel (Drahtgeflecht)
  • Metallische Hausinstallationen z.B. Wasserleitungen, Regenfallrohre Könnten demontiert werden!
  • Schutzleiter von Normalen Stromleitungen
  • Metallgerüste von Baulichen Anlagen
  • Durchverbundenen Bewehrungsstahl
  • Fassaden oder Geländer
  • Dies gilt nur wenn Abmessungen und Dicke den Anforderungen an Ableitungen entsprechen. Eine elektrische Ableitung senkrecht nach unten sichergestellt ist. Alle Verbindungen müssen fest mit einander verbunden sein. Z.B. durch Löten, Schweißen, Schrauben, Pressen etc.

Leitungsführung Erdungsleitung

erdungsleitung-1x16Bei der Leitungsführung von Erdungsleitungen ist besonders darauf zu achten, dass diese nicht durch Räume geführt werden die zur Lagerung leicht entzündlicher Stoffe gedacht sind. Z.B Holzlager Scheunen für Heu und Stroh etc.. Aber auch in Räumen in denen sich explosionsfähige Atmosphären bilden können. Eine Verlegung der Erdungsleitung auf Holz ohne Abstandsschellen ist allerdings zulässig.

Erder

Der Erdungsleitung sollte mit der Potentialausgleichsschiene verbunden werden. Wen so eine Schiene nicht vorhanden ist,  besteht die Möglichkeit mit einem Tiefenerder (Staberder), im Außenbereich, für die nötige Verbindung zur Erde zu sorgen. Dieser Staberder muss dann ca. 2,5m senkrecht nach unten ins Erdreich reingeschlagen werden. Wenn 2,5m nicht in das Erdreich reingehen. Kann diese Erdung auch mit zwei 1,5m Staberdern geschehen. Zwischen diesen beiden sollte ein Abstand von ca. 3m eingehalten werden. Es kann auch ein Banderder ins Erdreich vergraben werden. Dieser muss dann mindestens 0,5m eingegraben werden und 3m Lang sein.

Antennenerdung Blitzschutzanlage.

Bei einer bestehenden Blitzschutzanlage sollte der Antennenmast auf kürzestem Weg mit der Blitzschutzanlage verbunden werden. Hier sollte einfach eine Verbindung vom Antennenmast zur Ableitung der Blitzschutzanlage direkt auf dem Dach hergestellt werden!

Innerer Blitzschutz Potentialausgleich.

Aber auch alle Leitungen die von der Antennenanlage ins Haus antennenleitungs-erderreinkommen müssen geerdet werden. Bei diesen Verbindungen würde ein 4mm² reichen. Alle großen Hersteller von Antennenanlagen bieten verschiedenste Erdungskomponenten für SAT-Anlagen bzw. Antennen Anlagen an. Diese Erdung muss auch wieder auf dem kürzesten Weg mit der Potentialausgeleichsschiene verbunden werden. Hier kann einfach die Schirmung der Koaxialkabel mit der Erdung verbunden werden.

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