Fi-Schtzschalter

Fi Schutzschalter (RCD)

Der Fi Schutzschalter ist der effektivste Schutz vor einem elektrischen Schlag Sie sind mittlerweile in allen Stromkreisen mit fi-schutzschalterSteckdosen vorgeschrieben, die neu installiert werden. Diese Vorschrift gilt seit 2009. Seit 1984 sind Fi-Schutzschalter schon in Feuchträume wie Bäder und Außenbereiche in neuen Anlagen Pflicht. Auch wenn Elektroinstallationen renoviert werden, bzw. Steckdosen ergänzt werden müssen Fi Schutzschalter nachgerüstet werden. Dies kann auch in Form einer Fi-Steckdose geschehen. Eine generelle nachrüst Pflicht für Fi Schalter besteht allerdings nicht. Altanlagen in denen keine Änderungen durchgeführt werden dürfen weiter Ohne Fi Schutzschalter betrieben werden. Bei uns im Online Shop können Sie eine große Auswahl an Fi-Schutzschalter kaufen.

Funktionsweise Fi-Schutzschalter

Der Fi Schutzschalter ist ein Summenstromwandler. Er vergleicht die Hinfließenden mit den rückfließenden Strömen. Im normal ist die Stromdifferenz 0mA. Im Fehlerfall weicht dies ab und ein Fehlerstrom fließt. Wenn z.B. ein Mensch einen Leiter berührt, fließt ein Teil des Stromes durch den Körper über die Erde ab. Es entsteht eine Stromdifferenz. In den Haushalten sind die meisten Fi-Schutzschalter mit einem Differenz Fehlerstrom von 30mA installiert. Dies bedeutet dass bei einem maximalen Fehlerstrom von 30mA der Fi-Schalter allpolig abschaltet und den oder die Stromkreise stromlos schaltet. Der Mensch wäre hier geschützt bei einer maximalen Berührungsspannung Ub von 50V. Bei Tieren in Stallungen halbiert sich der Wert auf 25V, aufgrund der Schrittspannung (Abstand Vorderfüße zu Hinterfüße.

Die Funktion eines Fi-Schalters ist nur in einem TN-S gewährleistet. Das Bedeutet Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter sind getrennt. In alten Elektroinstallationen sind oft Neutralleiter und Schutzleiter zusammengeführt (PEN Leiter) In solchen Stromkreisen funktionieren nur Fi Steckdosen.

Wichtig für eine einwandfreie Funktion ist auch ein guter Potentialausgleich bzw. eine gute Erdung des Systems.

Bauarten Fi Schutzschalter

Bei den Fi Schaltern gibt es verschiedene Bauarten. Der vierpolige Fi-Schutzschalter wird oft bei Drehstromstromkreisen eingesetzt, z.B. bei Cekon Steckdosen. Oder als Gruppen Fi Schalter an dem mit Leitungsschutzschalter mehrere Stromkreise abgesichert werden. An Ihm werden 3 Aussenleiter und der Neutralleiter angeschlossen. Die Schutzleiter der einzelnen Stromkreise werden alle zusammengeführt zur PE Schiene in dem Verteiler. Der Fi Schutzschalter schaltet die Aussenleiter und den Neutralleiter im Fehlerfall allpolig ab.

Wenn der Fi Schalter als Gruppen Fi eingesetzt wird, werden an Ihm eine Gruppe von Sicherungsautomaten angeschlossen. Diese übernehmen für die einzelnen Stromkreise dann den Überlast und Kurzschluss Schutz. Somit kann mit einem Fi Schalter kostengünstig viele Stromkreise abgesichert werden. Die Sicherungsautomaten werden mit passenden Fi Phasenschienen schnell und einfach verbunden. Die Last wird dann Drehstrom förmig über alle drei Außenleiter verteilt.

Es gibt auch 2 Polige Fi Schutzschalter. Diese sind für einen Außenleiter und Neutralleiter vorgesehen. Hier werden 1 bis 2 Sicherungsautomaten angeschlossen für ein bis zwei Stromkreise. Auch hier wird der Außenleiter und der Neutralleiter im Fehlerfall allpolig abgeschaltet.

Eine Sonderbauform ist der FI/LS Schalter diesen gibt es 2 oder vierpolig. Der FI/LS Schalter verbindet die Eigenschaften eines Fi Schutzschalters mit den eines Leitungsschutzschalters in einem Gerät. Somit entfällt das lästige verbinden von Fi und Sicherungsautomat. Die Fi/LS Schalter haben eine Teilungsbreite von 2 Teilungseinheiten. Somit können auf einer Hutschine maximal 6 Stück angebracht werden. Diese können über eine passende Drehstrom Phasenschiene miteinander verbunden werden.

Kenndaten Fi-Schutzschalter

Zwei polige Fi-Schutzschalter und Fi/LS Schalter sind für 230V ausgelegt, ein Phasigem Wechselstrom. Die 4 Poligen Fi Schutzschalter sind für 3 Phasigen Drehstrom 400V bestimmt. Der wichtigste Wert eines Fi-Schalters ist allerdings der Bemesssungs Differenz Fehlerstrom. Er gibt an bei welcher Auslöseschwelle er spätestens Auslöst.

Die gebräuchlichsten Fehlerströme sind:

  • 30mA
  • 100mA
  • 300mA
  • 500mA

 

In der Praxis ist es oft aber so das ein Fi bei 0,6-0,8 des Bemessungs Fehlerstromes schon Auslöst. Ein 30mA Fi Schalter löst meisten bei 23-26mA schon aus. Er müsste allerdings spätestens bei 30mA auslösen. Zum Personenschutz dürfen nur Fi-Schutzschalter mit 10mA oder 30mA eingesetzt werden. Zum Brandschutz in Elektroinstallationen ist ein Fi mit 300mA vorgeschrieben. Seit neuestem gibt es zum Brandschutz auch noch Brandschutzschalter. Diese werden in Kombination mit Fi Schaltern eingesetzt

Ein weiterer Wert ist der Bemessungsstrom. Dies ist der maximale Strom mit dem ein Fi betrieben werden kann. Bei Mehrpoligen Fi Schutzschaltern gilt der Strom Wert pro Aussenleiter (Phase).

Die gebräuchlichsten Betriebsströme sind:

  • 10A
  • 13A
  • 16A
  • 20A
  • 25A
  • 40A
  • 63A
  • 80A

 

In Haushalten kommen häufig 25A,40A und 63A Fi Schutzschalter zum Einsatz.

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